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Dass wir gegen die ehemalige Oberliga-Garde aus Quierschied alles geben müssen und hochkonzentriert agieren sollten, war eigentlich allen von vornherein klar. Aber irgendwie haben wir es nicht gebacken bekommen auch nur ansatzweise der sehr stabil aufspielenden TVQ Truppe das Wasser zu reichen. Von Beginn an strauchelten wir in der Annahme, Feldabwehr und bei einfachen Dankebällen, zeigten Konzentrationsschwächen bei der Blockarbeit und waren wenig mutig bei den Angaben. Der komplette Spielaufbau war ziemlich gestört. Das Zuspiel fand zu keinem Rhythmus, so dass selbst perfekte Annahmen zu Pässen mit ordentlich Streuung führten. Haben Annahme und Zuspiel dann doch einmal hingehauen, so wurde viel zu oft im Angriff gepatzt oder viel zu wenig Druck aufgebaut. Am Ende gab es eine 60 min. Klatsche die keiner weiteren Worte bedarf. Glückwunsch noch einmal an die Männer aus Quierschied - nächstes Mal strengen wir uns mehr an ;-)

 

Mehr oder weniger angefressen und mit der Gewissheit, dass es an diesem Abend nicht mehr schlimmer werden könne, startete man ziemlich gut ins zweite Spiel, gegen die Saarländische Volleyballhoffnung des TV Wiesbach - eine junge, sympathische Mannschaft mit viel Potential, das für uns diesmal glücklicher Weise nicht reichte.

Von der ersten Angabe an spielten wir deutlich ruhiger und sortierter. Die Aktionen bzw. das Spiel war bedachter und technisch viel besser. Klar war aber auch, dass auf der anderen Seite niemand stand der drei Punkte verschenken wollte. Dementsprechend ausgeglichen gestaltete sich der erste Satz, den wir mit 25:22 für uns verbuchen konnten. Der zweite Satz war fast eine Kopie des ersten - aber leider nur fast. Er ging mit 22:25 an unsere Gäste und zeigte, dass zwei Gegner auf Augenhöhe um den Sieg kämpften. Der dritte Satz ging in die Verlängerung und war etwas ganz besonderes. Obwohl einige von uns schon fünf Sätze in den Knochen hatten und deutlich älter als die Gegner sind, haben wir etwas für uns eher untypisches geschafft. In der zu neudeutsch Crunch Time genannten entscheidenden Phase am Ende des Satzes zeigten wir Kampfgeist und wollten unbedingt mit 2:1 in Führung gehen. Was uns dann auch mit 28:26 gelang. Leider war dieser Satz so kräftezehrend, dass sich im vierten Satz deutliche Konzentrationsschwächen zeigten. Aufstellungsfehler - die Gott sei Dank, äh Quierschied sei Dank :-) nicht bemerkt wurden - viele direkte Angriffsfehler und ein insgesamt sehr lethargisches Spiel waren die Folge. Somit wurde der vierte zum vorletzten Satz und ging an die Jungs aus Wiesbach. Der letzte, alles entscheidende 5. Satz begann sehr eigenartig. Denn irgendwie hatten unsere Gegner auf einmal keine Lust mehr oder es war ihnen einfach zu spät. Beim Seitenwechsel stand es 8:2 für uns. Ich wiederhole 8:2 für uns. Daraus wurde noch 9:2 und 10:3, ein kleiner feiner Vorsprung von 7 Punkten. Den kann man nach Hause fahren - muss man aber nicht. Und wenn wir schon einen fünften Satz spielen, dann doch bitte auch möglichst lang und nicht nur 5 Minuten. Damit hatte wahrscheinlich selbst der TVW nicht gerechnet, als wir in guter alter Scheidter Manier anfingen rummzueiern und die Jungs noch einmal gefährlich nah heranließen. So nah, dass es am Ende gerade so für ein 15:13 reichte. Solche Dinge können, sollten aber gerade bei einem starken Gegner wie Wiesbach nicht passieren. In der Vergangenheit ging so etwas schon ins Auge. Daran - durchzuziehen - müssen wir unbedingt arbeiten.

 

Fazit: Es waren nur zwei Punkte die wir holen konnten, aber es waren auch zwei klasse Mannschaften zu Gast.